Brillanter Auftritt im Kloster Einsiedeln

Der Männerchor Rüti beschreitet neue Wege, seitdem der allseits sehr geschätzte Dirigent, Fritz Fehr, das Zepter übernommen hatte. Gesanglich hat sich der Chor unter seiner Leitung enorm weiterentwickelt, und auch die Freude und Begeisterung bei den Sängern sind wieder zurückgekehrt. Dies belegt auch der bisher erfreuliche Zuwachs an Neumitgliedern. Dank den guten Beziehungen von Fritz Fehr gelangte der Männerchor Rüti am letzten Samstagabend in der altehrwürdigen, barocken Klosterkirche Einsiedeln zu Ehren. Die Sänger durften die Abendmesse musikalisch begleiten, unterstützt von der Opernsängerin und Sopranistin Angela Kerrison und dem Gastjodler Walter Wildhaber. In der beinahe vollbesetzten Klosterkirche konnten auch zahlreiche Angehörige und Freunde einzelner Sänger ausgemacht werden, die extra nach Einsiedeln „gepilgert“ waren. Was die Besucher zu hören bekamen verdiente das Prädikat „vorzüglich“.

Nach dem Orgelvorspiel eröffnete der Männerchor Rüti den Gottesdienst mit dem Appenzeller Landsgemeindelied „Ode an Gott“. In der Folge gelangte das „Ich will den Namen Gottes loben“, oder besser bekannt als russischer Kirchengesang “Tebje Pojem“, zur Aufführung. Danach wurden die Lieder „Das Morgenrot“, und „Alpsäge“, ergänzt mit einem Jodel, vorgetragen. Zum Abschluss ertönten „La vergine degli angeli“ (aus Giuseppe Verdis Oper „Die Macht des Schicksals“) und “Sancta Maria“, beide mit Solo der Sopranistin. Die Messebesucher zeigten sich sichtlich gerührt von diesen Darbietungen, und der kräftige Applaus bestätigte, dass ihnen der Männerchor Rüti Freude bereitete und sie zu überzeugen vermochte.

Bei den Sängern spürte man Motivation und viel Herzblut. Jeder benützte die einmalige Gelegenheit, um sich in einem derart beeindruckenden Rahmen zu präsentieren und gab daher sein Bestes. Dieser Auftritt bedeutete für alle eine Sternstunde und ein unvergessliches Erlebnis. Nach dem Klosterbesuch trafen sich die Sänger mit Ehefrauen, Partnerinnen und Freunden beim gemeinsamen Nachtessen, das abgeschlossen wurde mit stimmigen Gesangseinlagen. Es herrschte im Saal eine aufgeräumte Atmosphäre, und beim Dirigenten zeigte sich Erleichterung und Zufriedenheit, was er als Lob an die Sänger weitergab. Im Übrigen bot sich in fröhlicher Runde auch Gelegenheit, die sozialen Kontakte zu pflegen. Letztlich zeigten sich alle glücklich über den Abschluss eines ereignisreichen Abends. (hs)

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