Der Männerchor Rüti im Kloster Einsiedeln

Männerchor Rüti in Einsiedeln
Anklicken zeigt grosse Ansicht

Es gehört bereits zur Tradition, dass die Sänger des Männerchors Rüti im Kloster Einsiedeln eine Abendmesse gesanglich begleiten dürfen. Gestern Samstagabend war es wiederum soweit, und 39 gutgelaunte und erwartungsfrohe Männerchörler freuten sich auf ihren Auftritt. Dank den für diese Jahreszeit unüblichen Schneeverhältnissen und bei strahlendem Sonnenschein präsentierte sich Einsiedeln bilderbuchmässig.

In der altehrwürdigen, barocken und sehr gut besetzten Klosterkirche konnten auch zahlreiche Angehörige und Freunde einzelner Sänger ausgemacht werden, die extra nach Einsiedeln „gepilgert“ waren. Die Besucher zeigten sich von den Liederbeiträgen sehr begeistert, und das Prädikat „vorzüglich“ darf hier erwähnt werden..

Nach dem Orgelvorspiel eröffnete der Männerchor Rüti den Gottesdienst mit dem “Lobt den Herrn der Welt“ von Henry Purcell, englischer Komponist des Barocks. Danach folgten das „Sancta Maria“ und das „Gaude Mater Polonia“, eine mittelalterliche, polnische Hymne. Im weiteren Programmverlauf ertönte das  Lied „Wenn ich ein Glöcklein wär“, welches seine Bekanntheit wohl auch dem „Montanara Chor“ verdankt. Schliesslich gelangte das „Ich will den Namen Gottes loben“, oder besser bekannt als russischer Kirchengesang “Tebje Pojem“, zur Aufführung, bevor die Rütner Sänger – die teilweise von der ausdruckstarken Sopranistin Angela Kerrison begleitet wurden –  vor der Gnadenkappelle mit der schwarzen Madonna das Schlusslied „La Vergine degli angeli“ von Giuseppe Verdi erklingen liessen.  Die MessebesucherInnen zeigten sich sichtlich gerührt von diesen Darbietungen, und der kräftige Applaus bestätigte, dass ihnen der Männerchor Rüti  Freude bereitet hatte und sie zu überzeugen vermochte.

Die Sänger strahlten Freude aus, und man spürte ihre Motivation und viel Herzblut. Alle fühlten sich stolz darüber, sich in einem derart beeindruckenden Rahmen präsentieren zu dürfen, und jeder gab sein bestes. Erneut bedeutete dieser Auftritt für alle ein unvergessliches Erlebnis. Nach dem Klosterbesuch trafen sich die Sänger mit Ehefrauen, Partnerinnen und Freunden beim gemeinsamen Nachtessen im Gasthaus St. Meinrad. Auch Pater Basil liess es sich nicht nehmen, uns mit seinem Besuch zu beehren.  Es herrschte im Saal eine entspannte und lockere  Atmosphäre, und beim Dirigenten, Fritz Fehr, zeigte sich Erleichterung und Zufriedenheit, was er als Lob an die Sänger weitergab. Natürlich durften im Verlauf des Abends stimmige Gesangseinlagen nicht fehlen. Ausserdem bot sich in fröhlicher Runde auch Gelegenheit, die sozialen Kontakte zu pflegen. Letztlich zeigten sich alle glücklich über den Abschluss eines ereignisreichen Abends. Nachdem Pater Basil bei seinem Abschied mit strahlendem Gesicht verkündete, der Männerchor Rüti sei im Kloster Einsiedeln immer willkommen und „er freue sich jetzt schon auf das nächste e-mail von Fritz“, dürfen wir uns bereits heute auf das nächste Jahr freuen. (Heinz Rothenberger)

Einige Impressionen aus Einsiedeln